Europäische Union – Ohoven: Finanzierung für Mittelständler in Europa erleichtern

Veröffentlicht: 07.05.2013

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Mittelstandspräsident plädiert auf dem europäischen Finanzgipfel in Dublin für Trennbankensystem

Dublin / Berlin – Für die Einführung eines Trennbankensystems hat sich Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) und des europäischen Mittelstands-Dachverbandes (CEA-PME), auf dem SME Finance Forum Dublin ausgesprochen.

In Europa spiele der Bankenbereich bei der Unternehmensfinanzierung eine wesentlich stärkere Rolle als etwa in den USA, betonte Mittelstandspräsident Ohoven. Neben strengeren Eigenkapitalvorschriften habe die Konzentration vieler Banken auf Geschäfte innerhalb des Finanzsektors zu einer verringerten Verfügbarkeit von langfristiger Finanzierung für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) geführt. „Der Mittelstand in den südeuropäischen Krisenländern leidet unter restriktiven und kostenintensiven Refinanzierungsbedingungen.“

Ohoven nahm auf Einladung von Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission und EU-Kommissar für Industrie und Unternehmertum, des irischen Finanzministers und des irischen Mittelstandsministers sowie hochkarätiger Bankenvertreter an dem EU-Finanzgipfel in Dublin teil. In seiner Keynote hob er die große Bedeutung des EU-Programms für die Wettbewerbsfähigkeit von KMU (COSME) sowie des europäischen Rahmenprogramms für Forschung und Innovation (HORIZON 2020) hervor.

Er plädierte zugleich dafür, im Rahmen dieser Programme innovative Existenzgründer stärker als bisher zu fördern. Dank des innovativen Mittelstands habe Deutschland die Finanz- und Wirtschaftskrise besser als andere EU-Mitgliedsstaaten bewältigt. Für COSME stehen von 2014 bis 2020 rund 2,5 Milliarden Euro bereit. Das Rahmenprogramm HORIZON 2020 umfasst in diesem Zeitraum ein Budget von 87 Milliarden Euro.

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