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Der Iran bietet nach der Einigung im Atomstreit große wirtschaftliche Möglichkeiten. Das hat Bayern erkannt (Foto:Zerényi / pixelio.de).

Bayerns Mittelstand will große Marktchancen im Iran nutzen

Veröffentlicht: 20.01.2016

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Große Chancen für Bayerns Wirtschaft sieht Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK), durch die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran wegen seines Nuklearprogramms: „Insbesondere Bayerns Mittelstand hat das Know-how, Irans Infrastruktur wieder aufzubauen. Dafür sind rasch Rechts- und Planungssicherheit notwendig, um Normalität in den Wirtschaftsbeziehungen einkehren zu lassen und etwa Barrieren bei Finanztransaktionen zu überwinden. Der Anschluss an das internationale Swift-Bankensystem ist entscheidend.“

Driessen: „Jetzt ist kurzfristig mit einer Verdopplung der bayerischen Exporte in den Iran zu rechnen“

In den ersten drei Quartalen 2015 spielte der Iran mit einem Exportvolumen von 150 Millionen Euro unter Bayerns Exportpartnern weltweit noch eine schwache Rolle. Driessen: „Jetzt ist kurzfristig mindestens mit einer Verdopplung der bayerischen Exporte in den Iran zu rechnen. Mittelfristig können die Ausfuhren aus Bayern sogar die Schallgrenze von 1 Milliarde Euro durchbrechen.“ Der Iran leide unter einem Modernisierungsstau bei Infrastruktur, Rohstoffgewinnung und -verarbeitung, Maschinen-/Anlagen- sowie Fahrzeugbau, aber auch Medizintechnik. „Genau hier bietet die bayerische Wirtschaft ihre Schlüsseltechnologien. Sie will ihren Beitrag leisten, die ehemals starken deutsch-iranischen Handelsbeziehungen wiederzubeleben.“ Der BIHK wird hierzu Ende der Woche ein Merkblatt für die Unternehmen zu den Details der Sanktionslockerungen veröffentlichen.

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