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Das Regionalranking der IW Consult bewertet alle deutschen Kreise und Städte nach ihrem wirtschaftlichen Erfolg und ihrer Lebensqualität (Bild: Pixabay)

Bayern weiter wirtschaftlicher Vorreiter

Veröffentlicht: 06.04.2018

Bayern hat weiterhin die wirtschaftliche Spitzenposition in der Bundesrepublik inne. So befinden sich im aktuellen Regionalranking der IW Consult sieben der zehn stärksten Regionen im Freistaat. Regionen wie das Ruhrgebiet verlieren hingegen weiter an Boden, der Osten holt immerhin langsam auf.

Im Regionalranking 2018 wurde die sozio-ökonomische Lage in allen 401 Städten und Kreisen Deutschlands untersucht. Die Regionen werden dabei anhand verschiedener Indikatoren nach ihrem wirtschaftlichen Erfolg und der dort herrschenden Lebensqualität bewertet.

München Spitzenreiter

Auf dem Platz eins im Ranking befindet sich die bayrische Landeshauptstadt München: Keine andere Region ist laut dem IW-Regionalranking wirtschaftlich so stark wie die bayerische Hauptstadt. Auch die angrenzenden Landkreise zählen zu den besten im Ranking. Die Mainmetropole Frankfurt ist mit ihrem Umland die Nummer zwei. Beide Städte punkten durch hohe Steuereinnahmen, niedrige Gewerbesteuern und innovative Unternehmen. Abgeschlagen sind weiterhin manche Regionen im Westen der Republik. Von den zehn schwächsten Städten liegen gleich sechs im Ruhrgebiet. Im Osten verbessert sich die Situation hingegen, wenn auch nur langsam. Vor allem rund um Berlin erstarkt die Wirtschaft. Auch Rostock entwickelt sich überdurchschnittlich dynamisch.

Ländliche Regionen verlieren Anschluss

Insgesamt wird in der Untersuchung aber deutlich, dass der ländliche Raum zunehmend den Anschluss verliert. „Die wirtschaftliche Stärke konzentriert sich immer mehr auf die großen Städte und ihr unmittelbares Umland. Ländliche Regionen haben es dagegen schwer“, erklärt Hanno Kempermann von der IW Consult. Insbesondere Regionen und Landkreise in Südthüringen und Sachsen-Anhalt stehen deshalb vor Problemen. Die Digitalisierung könnte ihnen helfen, unabhängig von den Ballungszentren zu wachsen. Doch noch immer ist die Zahl der Breitbandanschlüsse auf dem Land unterdurchschnittlich.

Digitale Infrastruktur maßgeblich für wirtschaftlichen Erfolg

Generell zeigt die Studie, dass die Qualität der lokalen digitalen Infrastruktur starken Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung hat: Je besser die digitale Infrastruktur in einer Region, desto höher die digitale Affinität der Unternehmen vor Ort und desto dynamischer die wirtschaftliche Entwicklung.

„In ländlichen Regionen muss der Fokus deshalb auf der Digitalisierung der Wirtschaft liegen“, erklärt Kempermann. Nur mit einer leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur könne der ländliche Raum auch in Zukunft für innovative Unternehmen attraktiv bleiben und Fachkräfte anlocken. „Dank der Digitalisierung kann auch die vermeintliche Provinz dynamisch wachsen – wenn sie die Chancen ergreift“, sagt Kempermann. Ansonsten drohe aber eine weitere Verödung und eine noch stärkere Konzentration auf die Städte.

Die detaillierten Ergebnisse des Rankings können Sie hier anfordern: www.iwconsult.de/regional

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