Wie in jedem Jahr ein erfolgreiches gesellschaftliches Event: Das bayerisch-chinesische Frühlingsfest in München
Wie in jedem Jahr ein erfolgreiches gesellschaftliches Event: Das bayerisch-chinesische Frühlingsfest in München

Bayerisch-chinesisches Frühlingsfest in München

Veröffentlicht: 08.03.2015

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Am 5. März wurde in der Alten Kongresshalle in München mit über 500 Gästen der Beginn des chinesischen Jahr des Schafes gefeiert. Dieses Datum beschließt in der Volksrepublik auch die Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahr mit dem Laternenfest. Laternen bestimmten daher die Dekoration in der alten Kongresshalle in München.

Auch die Keynote Sprecherin des Abends, Fr. Dr. Ulrike Tagscherer, freute sich über das Fest. Die seit 2008 in Beijing tätige Wissenschaftlerin berichtete, dass an ihrem Arbeitsplatz, dem neu gegründeten Innovationszentrum Beijing, die Aktivitäten zum Frühlingsfest der Anti-Korruptionskampagne, die seit zwei Jahren unter der neuen Regierung propagiert wird, zum Opfer gefallen sei.

Impressionen vom bayerisch-chinesischen Frühlingsfest am 5. März in München
Impressionen vom bayerisch-chinesischen Frühlingsfest am 5. März in München
Ihr Vortrag hatte den Titel: „Wir sind jetzt mal innovativ – Chinas Zukunftspläne zwischen Wunsch und Wirklichkeit“. Dazu gab sie u.a. ihre Einschätzung zu einer Reihe von Subsystemen für Innovation. Beim Bildungssystem hätten Deutschland und China gesamthaft ein recht ähnliches Niveau. Die Schulbildung in China lege zwar nicht viel Wert auf Kreativität, deutsche Unternehmen seien mit der Ausbildung ihrer chinesischen Mitarbeiter aber recht zufrieden und kompensierten die fehlenden Fähigkeiten einfach mit internen Trainingsprogrammen.

Für die chinesische Wirtschaft wird Innovation stetig wichtiger, weil der Wettbewerbsvorteil Chinas, der jahrzehntelang wegen der niedrigen Lohnkosten bestand, schwindet. Bei steigenden Einkommen müssten die Produkte hochwertiger werden. Wichtige Voraussetzung für Innovation ist aber nach Meinung von Fr. Dr. Tagscherer die Fähigkeit, Kooperationen einzugehen und dafür brauche es Vertrauen. Hier sieht sie auch die wesentliche Einflussmöglichkeit des Staates, um Innovation zu fördern: Es muss ein rechtlicher Rahmen gesteckt sein, der geistiges Eigentum schützt und im Fall der Verletzung dieses Recht einklagbar macht. Grundsätzlich aber gilt, dass sich Innovationen nur durchsetzen, wenn der Markt sie braucht.

Impressionen vom bayerisch-chinesischen Frühlingsfest am 5. März in München
Impressionen vom bayerisch-chinesischen Frühlingsfest am 5. März in München
In der anschließenden Podiumsdiskussion griffen folgende Experten zusammen mit Fr. Tagscherer das Thema auf:
– Zhu Wanjin, chinesischer Generalkonsul in München
– Dr. Otto Wiesheu, ehemaliger bayerischer Wirtschaftsminister
– Christian Ude, Münchner Altürgermeister
– Patrick Berger, Head of Communication von Huawei Deutschland
– Peter von Jan, CEO der Raylase AG und Vorstandsvorsitzender des Chinaforum Bayern e. V.

Anschließend erlebten die Gäste mit Lenze & De Buam prominente Vertreter den „Neuen bayerischen Welle“. Bei der innovativen bayerischen Volksmusik ließ sich der Bandleader Lorenz Schmid auch auf keine hinlänglich bekannte Stilrichtung festlegen. Die Dancing Strawhats überraschten mit b-boying moves aus dem Hiphop zu asiatischen Klängen. Erst zum Abschluss der Show erfuhren die Zuschauer, dass die Gruppe aus Norwegen kam.

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